Landschaftspflegebeiträge 2019

Die Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung stellt auch für 2019 wieder Beiträge im Bereich der Landschaftspflege in Aussicht.

In welchem Ausmaß steht zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht fest, da es noch keine operative Landesregierung gibt.

Sie können aber vom 15. Januar 2019 bis 31. März 2019 an den Heimatpflegeverband Südtirol ein Beitragsansuchen für die Erhaltung von Stoh- und Schindeldächern, bäuerlichen Kleindenkmälern sowie Holzzäunen außerhalb der Schutzgebiete richten. Das entsprechende Gesuchsformular sowie die geltenden Beitragsrichtlinien finden Sie auf dieser Homepage unter dem Menüpunkt „Landschaftspflege“ zum Herunterladen.   


Vorankündigung

69. Vollversammlung

Der Landesvorstand hat auf seiner 396. Sitzung vom 10.12.2018 beschlossen, die 69. Vollversammlung des Verbandes

am Samstag, 06.04.2019

mit Beginn um 14 Uhr

im Pfarrzentrum "St. Gertraud" in Bozen-Haslach abzuhalten.

Um 13 Uhr bietet sich allen Interessierten die Gelegenheit, eine kostenlose Führung durch Alt-Haslach, vorbei an den Rücksiedlerhäusern bis hin zur modernen Wohnsiedlung „St. Albuin“ mit Frau Agnes Egger Andergassen mitzuerleben.

Was hat es mit dem Gertraudbrunnen auf sich, wohin gehörte die 1778 eingeweihte Gertraudkapelle, und welches Konzept verfolgte Arch. Othmar Barth mit den an die steil aufragenden Porphyrfelsen angepassten sogenannten „Legohäuser“?

Im modernen Pfarrzentrum hängen zwei Werke des Malers Luis Stefan Stecher.

Anmeldung zur Führung nicht erforderlich aber erwünscht.
Treffpunkt: 13 Uhr beim Gertraudbrunnen.


Gesamttiroler Heimatpfleger-Treffen

32. Generalversammlung der Nord-, Ost-, Süd- und Welschtiroler Heimatpfleger - Resolution

Am Samstag, 1. Dezember 2018 haben sich die Vorsitzenden und Mitglieder der Landesvorstände zum alljährlichen Gesamttiroler Heimatpfleger-Treffen in Frangart/Eppan eingefunden. Aus aktuellem Anlass haben die Gesamttiroler Heimatpfleger*innen eine Resolution zum Grenzenlosen Wachstum verfasst, die Sie nachfolgend lesen können.

GESAMT-TIROLER HEIMATPFLEGER

Heimatpflegeverband Südtirol- Tiroler Heimatpflege -Welschtiroler Heimatpfleger
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Die 32. Generalversammlung der Heimatpfleger aus Nordtirol, Südtirol und Welschtirol am 1. Dezember 2018 in Frangart hat aus aktuellem Anlass die folgende Resolution beschlossen:

Tourismus in Südtirol - Die Grenzen des Wachstums – ein Appell an Politik und Wirtschaft

WENIGER IST MEHR 1)

Die Fremdenverkehrswirtschaft jubelt über Rekordzuwächse im Sommertourismus („ein Plus von 2% im Sommerhalbjahr 2018“). Gleichzeitig jedoch mahnt LH Arno Kompatscher, dass „in Teilen Südtirols die zahlenmäßige Grenze inzwischen erreicht sei; deshalb herrsche mittlerweile große Einigkeit darüber, dass man nicht mehr Wachstum, sondern mehr Nachhaltigkeit anstreben müsse" (zit nach: Dolomiten, 01.12.2018). Und die Südtiroler Wirtschaftszeitung titelte schon im August 2018 mit Blick auf die absehbaren Grenzen des touristischen Wachstums: „Genug kann auch genügen“.

Diese Einschätzungen teilen wir vorbehaltlos! Doch aus Erfahrung wissen wir auch, wie schnell solche Mahnungen im Erfolgsjubel der für den Tourismus Verantwortlichen verhallen können.

Tatsächlich erleben wir seit einigen Jahren einen starken und „nachhaltigen“ Wachstumsschub beim Fremdenverkehr in unserem Land, mit jährlichen Zuwachsraten zwischen 5-6% sowohl bei den Ankünften als auch bei den Nächtigungen: Letztere überschritten im Jahr 2018 die 32-Millionen Marke.... Die Gründe liegen in der weltweit starken Konjunktur, in einer neuen Beliebtheit von Nahräumen wie der Alpen – auch angesichts der Angst vor Terrorismus und im Zeichen des Klimawandels in den wärmer werdenden Perioden auf der Suche nach der „Sommerfrische“. Dazu kommt, dass Südtirol als Gastland tatsächlich „qualitativ aufgerüstet“ hat und sein Leistungsangebot in allen Teilbereichen der Branche verbessert und ausgeweitet hat.

Doch dieser Boom hat eine negative Kehrseite – und diese spüren wir von Jahr zu Jahr stärker, sommers wie winters, -in unseren Städten, Tälern und auf unseren Bergen: Die Grenzen dieses Wachstums sind vielerorts erreicht! Dieses Wachstum bedarf allzu vieler Gäste, es produziert zu viel Beton und zu viele Betten; dieses Wachstum produziert bedrohlich anschwellende Verkehrslawinen (denn nur 10-15% der Touristen erreichen Südtirol mit öffentlichen Verkehrsmitteln); dieses Wachstum lässt die Preise auf Kosten der Ansässigen steigen; dieses Wachstum bringt insgesamt einen erhöhten Verbrauch von Landschaft und Ressourcen mit sich und eine größere Belastung des Gebietes und der Umwelt. Und bedenklich ist: Das neue Landesgesetz für Raum und Landschaft vom Juni 2018 hat schon die Weichen für eine weitere rasante Tourismusentwicklung gestellt.

Angesichts dieser Entwicklung appellieren wir an Landespolitik und Wirtschaft:

Wenn Südtirols Natur und Landschaft ihre herausragende natürliche Qualität weiterhin, also „nachhaltig“, behalten sollen, dann muss die Tourismusentwicklung im Sinne eines strategischen Maß-Haltens und Gegensteuerns grundsätzlich überdacht werden und zwar in Richtung „sanfte Mobilität – „Klimaland“ – „Bio-Land“. Dies im besten Wortsinn des Leitgedankens von Mies van der Rohes Architektur.

Claudia Plaikner – Konrad Roider – Walther Eccli

1) Architekt Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969)